Glaube | Hoffnung | Liebe

Altarbild für die Paulusgemeinde Magdeburg. November 2009

 

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei:
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
(1. Korinther 13)

Dieser schöne Vers wurde mir vom Gemeinderat der Pauluskirche als Arbeitsthema ans Herz gelegt.

Die alles beherrschende Farbe des dreiteiligen Bildes ist ein flammendes Rot – die liturgische Farbe des Heiligen Geistes und auch die der Liebe.

Auf meinem Bild wird gewissermaßen eine kleine Geschichte von Glaube, Liebe und Hoffnung erzählt. Die Leserichtung ist wie bei einem Buch (von links nach rechts) - aber eigentliche ist es ein immerwährender Kreislauf - wer ist schon beständig gleich stark im Glauben, Lieben und Hoffen?

Links sehen wir eine liegende Gestalt - sie könnte stehen für Verzweiflung, Einsamkeit, Mutlosigkeit - auch Lebensüberdruss und Tod. Über ihr schwebt ein fallendes Kreuz. Der liegenden Gestalt begegnet eine aufgerichtete / gestützte - das könnte ein Helfer (Gott, ein Engel) sein aber auch das eigene Selbst-Bild in neuer Hoffnung – der Verzweiflung widerstehend und wieder erstarkt und aufgerichtet.

Rechts unten liegt eine Art Kette mit aufgereihten Perlen – (Perlen des Glaubens von Bischof Martin Lönnebo). Dieses Perlenband steht für Gebet, Hoffnung und eingebunden-sein – ist auch eine Art greifbar gewordener Glauben.

Insgesamt wird das Rot des Bildes in Leserichtung freundlicher, heller - der Grauschleier lichtet sich. Dennoch sind die Symbole Alpha und Omega in verkehrter Leserichtung angeordnet (Alpha bei der liegenden Figur - Omega beim Gebet) - um einen Kreislauf zu versinnbildlichen. Wir haben immer wieder Lebenskrisen, Grund zur Verzweiflung und Zweifel, sind ohne Hoffnung - Hilfe können wir im Gebet, im Glauben und in der Liebe - auch in der (geistigen) Gemeinschaft mit anderen Menschen finden.

Diese Elemente machen uns das Leben erst lebenswert - man muss sie aber auch suchen und annehmen können - muss sich um Beständigkeit darin bemühen.